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Showing posts from October, 2011

Berge, Wind, Regen

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Etappe 53: Mondoñedo - Vilalba (35,3 km)

9:00 Frühstück besteht aus einem Kaffe, dann geht es los. Gleich nach dem Start ein Supermarkt, ich kaufe Mittagessen. Dann Frühsport. 400 Höhenmeter mit starkem Gegenwind am Vormittag; trotz der niedrigen Temperatur ist mir recht schnell warm.

11:30 So langsam bin ich oben angekommen, erst mal Mittagspause. Dann weiter. Grossen Abstieg gibt es heute nicht, ich werde eine ganze Weile auf diesem Nievau bleiben.
12:00 Zum merken. Wenn man vor sich Windräder genau von hinten sieht, die sich schnell drehen, ist das kein gutes Zeichen. Anstrengend geht es weiter. Zudem wird das Wetter immer schlechter.

Die nächsten vier Stunden blenden wir einfach aus. Starker Wind, starker Regen, ekelhaft. Ich bin ziemlich froh, dass ich gestern bis Mondoñedo gelaufen bin, sonst hätte ich den Spass heute noch zwei Stunden länger gehabt.

16:00 Ich komme im Hotel an. Das ist schön, eine lange heisse Dusche  und ich bin wieder aufgewärmt. Ausruhen, Abendessen. Das Entr…

Abkürzung

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Etappe 52: Tapa de Casariego - Mondonedo (47,2 km)

8:10  Extrem schlecht geschlafen. Im Zimmer links von mir hat scheinbar jemand TBC im Endstadium, im Zimmer rechts von mir bequatscht jemand 4 Stunden lang lautstark seine Frau (und kriegt sie trotzdem nicht rum ;-). Trotzdem wache ich von alleine auf und bin fit. Wütend, aber fit. Ich packe, stehe um 10 vor 9 am Restaurant. Der Hotelbesitzer ist schon da liest Zeitung, und macht mir einen Kaffee, bevor es um 9 Uhr Frühstück gibt. Kurz danach mache ich mich auf den Weg.

Anfangs ist es kühl, aber wolkenlos und bald wird es noch einmal richtig warm, es soll der letzte Sommertag auf dieser Reise bleiben.

10:20 Aus einer kleinen Seitenstrasse kommt ein Radfahrer. Bleibt stehen, wartet auf mich. Fragt, ob ich nach Santiago laufe. Wenn ich hier nach rechts laufe, sei das eine grosse Abkürzung, spare 20 Kilometer bis Ribadeo. Ich erkläre ihm, dass ich nicht vorhatte, über Ribadeo zu laufen, sondern durch die Berge. Er meint, dass es über Riba…

Drogen und Schrauben

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Etappe 51: Navia - Tapia de Casariego (21,5 km)

Heute ist eigentlich Pause, aber aus logistischen Gründen und weil ich noch mal ans Meer will, lege ich eine kleine Halbetappe ein.


9:30 Erstmal lange Frühstücken, dann flicke ich meinen Fahrradschlauch. Besser dass im Hotel zu machen als auf der Strasse. Dann Einkaufen. Supermarkt und Apotheke. Irgendwie hatte ich mein Pillendöschen nicht richtig zu und der Regen der letzten Tage hat mir eine leckere Ibuprofensuppe bereitet. Für 40 Tabletten Ibuprofen a 600mg und 40 Tabletten Diclophenac (Voltaren) a 50mg zahle ich zusammen ganze 3 Euro 40. Das erklärt zwei Dinge: Warum ich komisch angeschaut wurde, als ich nach einer kleineren Packungsgrösse gefragt habe. Und, warum Spanien Weltmeister ist.


11:30 Recht warm und sonnig und von viel Wochenendverkehr umgeben geht es heute immer entlang der Nationalstrasse an den westlichen Rand von Asturien. Auf halbem Weg komme ich an einem Baumarkt vorbei, und nachdem der nette Herr knappe zehn Minuten n…

Verlängerung

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Etappe 50: Ballota - Navia (45,6 km)

8:30 Ich verlasse mein Hotel (ich bin mir sicher, ich war der einzige Gast dort) und gehe zu Restaurant/Bar/Pit Stop, wo ich gestern auch eingecheckt habe. Dort ist es voll, die grosse Passion der Spanier ist es, in der Bar zu sitzen und Kaffee trinken. Dazu gibt es lautes Fernsehen und mit absurden Mengen Omelette belegtes Baguette.




Statt mir ein schlechtes Buffet-Frühstück aufzubauen, von dem ich dann 90% nicht anfasse, ist man hier etwas schlauer. "Freie Auswahl, sag einfach, was du willst, alles inklusive". Win-Win. Ich esse Omelette mit Schinken (eigentlich eher Schinken mit etwas Ei). Dazu gibt es ordentlichen Kaffee, dann geht es los. Draussen dämmert es noch.

Regen gibt es heute keinen, aber am Vormittag bleibt es bewölkt. Es geht so weiter, wie es gestern aufgehört hat, mit endlosen Serpentinen. Das ist nicht sonderlich anstrengend zu laufen, aber recht frustrierend, weil es nicht vorwärts geht.

Später finde ein paar Abkürzungen d…

Nachschlag

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Etappe 49: Aviles - Ballota (48,1 km)


10:00 Bei halbwegs passablem Wetter geht es los, heute ist die längste Etappe der Woche. Und eine, die ich schnellstmöglich wieder vergessen möchte. Das mit dem passablen Wetter hält nicht lange, schon bald setzt der Regen ein. Und wird immer stärker. Dazu kommen Berge und Wind.

Was das Vorwärtskommen hier zusätzlich schwierig macht, ist, dass die Nationalstrasse hier zu Autobahn ausgebaut wird. Mal hier ein Stück, mal da ein Stück. Und die Autobahnabschnitte sind natürlich für Fussgänger gesperrt. Dieser Ausbau ist ein Teilen so neu, dass nicht einmal die Beschilderung schlüssig ist. Irgendwo mitten auf der Strasse kommt ein Schild: Für Fussgänger verboten. Keine Kreuzung, keine Abzweigung. Einfach: Hier geht's nicht weiter. Das wird bestimmt in der nächsten Pilgersaison sehr lustig, wenn ungefähr kein Pilgerführer mehr stimmt. Und die Umwege sind signifikant. Bei den normalen Pilgeretappen durchaus 25% und mehr.

19:00 Nass, kalt und müde komm…

Regen & WInd

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Etappe 48: San Miguel - Aviles (37,9 km)


9:00 Endlich vernünftiges Frühstück. Grosse Begeisterung. Draussen Regen und Wind. Entsprechend gross ist die Motivation, aufzubrechen. Vorher entsorge ich noch mein zweites Paar durchgelaufene Schuhe. Jetzt habe ich noch zwei. Aber beide sind kurz vor dem Ende. Das wird knapp.

10:05 Ich breche endlich auf. Gleich zu Beginn versuche ich mir ein paar Kilometer mit einer Abkürzung zu sparen. Recht abenteuerlich, aber funktioniert.

11:20 Ich erreiche den Stadtrand von Gijon. Starker Regen und peitschender Wind. Von Gijon sehe ich fast nichts, auch wenn es zwei Stunden dauert, bis ich am anderen Ende der Stadt bin.

15:10 Inzwischen hat der Regen aufgehört. Es geht stur geradeaus, massiver Gegenwind macht es nicht unbedingt leichter.

16:30 Aviles. Eher unschön. Kurzer Lichtblick. Ein McDonalds Plakat. Leider finde ich den Laden nicht. Stattdessen laufe ich noch fast eine Stunde durch die Stadt.


17:30 Ich komme im Hotel an. Nix dolles, aber auch nicht …

Warmbadetag

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Etappe 47: La Isla - San Miguel (39,6 km)


9:00 Frühstück. Das musste ich raushandeln. Eigentlich gibt es Frühstück erst an 9:30. 9:30? Es ist Dienstag. Offensichtlich sind die Franzosen nicht die Einzigen, die von der EU-Subvention leben.

9:40 Kalt, aber sonnig. Landschaftlich ist es heute eher unspannend, hügelig und viel geradeaus geht des der Nationalstrasse entlang.

12:00 Über Mittag geht es heute durch Villaviciosa. Die Stadt - zumindest beim zügigen Durchlaufen - eher uninteressant. Einen Mittagssnack aus M&M und Cola gibt es aus dem Automaten. Eine Brücke an der richtigen Stelle hätte mir hier gute drei Stunden sparen können.

14:30 Jetzt auf kleinere Landstrasse wieder bergauf, dann Hügel, Hügel, Hügel.

17:00 Ich komme im Hotel an. Heute Luxus pur. Spa, Massage, das beste Abendessen meiner Reise.

23:00 Zufrieden und einigermassen erholt falle ich ins Bett.





Küstentag

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Etappe 46: Llanes - La Isla (47,9 km)


8:30 Frühstück. Eine Dachschräge mit Fenstern im Zimmer ist 'ne tolle Sache. Ausser es regnet. Dann ist das recht laut. Und sorgt für Vorfreude was den kommenden Tag angeht. Entsprechend gut gelaunt bin ich auch. Es gibt Toastbrot mit Marmelade und Kaffee. Frühstück ist wirklich nicht die herausragende Sache hier. Aber morgens geht der Spanier wahrscheinlich zum Blutdoping und nicht zum Frühstück.

9:15 Es geht los, der Regen schon nicht mehr so stark wie heute Nacht. Erstmal entlang der Nationalstrasse, recht wenig Verkehr heute, dafür bleibt es hügelig.

11:00 Pause an einem Supermarkt. Käsebrot und Eiskaffee. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Dann weiter. Immer wieder wechselt die landschaft zwischen grünen Hügeln und Küste. Etwas später klart es auf, ein bisschen Sonne, aber es zieht auch schnell wieder zu.

14:40 Ich komme durch Ribadesella, aber gerade hier regnet es wieder, so dass ich zügig weiterlaufe.

17:00 Wieder Küste, ich kann La I…

What a difference a day makes

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Etappe 45: Comillas - Llanes (48,0 km)

8:00 Gut geschlafen (mit ein wenig Hilfe von Wick NyQuil). Das Frühstück hier ist gut, ausser dem Kaffee, ansonsten bin ich recht froh, das Hotel zu verlassen, Es ist schon recht warm ,als ich mich um halb zehn auf den Weg mache. Scheinbar kommt der Sommer doch noch mal zurück.


10:00 Einer der grossen Vorteile, Sonntags zu laufen, ist, dass es hier menschenleer ist. Besonders früh am Morgen, was sowieso nicht so die Zeit der Spanier ist. Später kommen dann die Ausflügler dazu, aber insgesamt recht wenig los. Und natürlich die Motorräder. In Masse. Was dabei auffällt: Schwere Maschinen. Ausschliesslich. Hier mehr die Rennmaschinen als die Schopper des vergangenen Wochenendes. Aber alles schwere Dinger. Ich glaube, ich habe in den letzten 10 Tagen keine 3 Mopeds gesehen. Die grosse Plage der dritten Welt (inklusive Frankreichs) ist hier einfach nicht existent. Warum? Keine Idee!


12:30 Pause an einem der vielen Bar/Restaurants. Kaffee und belegte Br…

Pause in Comillas

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Mein Hotel sehr seltsam, und das nicht im guten Sinne. Es ist dunkel, hellhörig und voll von komischen Gästen. Wieder mal eine Erinnerung, dass die Vier Sterne an der Tür keine Qualität bedeuten, sondern lediglich, dass es einen Fön im Bad gibt. Ich ruhe mich aus.

Die Woche war hart, besonders der Regentag hat deutlich mehr aus mir herausgefressen, als ich das anfangs geglaubt habe. Immer noch ist mir ständig kalt, ich finde keinen Rhythmus, die Spanier habe ich auch noch nicht verstanden. Nicht gut.

Es sind noch knappe 500 Kilometer nach Santiago, das ist noch lang. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.

Resumé der siebten Woche: 259,4 km mit ordentlich Steigung. Nächstes Wochenziel: Navia



Betrügerische Jesusfresser

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Etappe 43: Laredo - La Cueva (41,6 km)



9:30 Erst jetzt komme ich los, die Müdigkeit steckt mir in den Knochen. Es ist kalt, aber trocken. Mein Weg heute unspektakulär, immer entlang der Nationalstrasse.

Der eigentliche Jakobsweg geht weiter im Norden lang. Und nimmt dann für knapp 8km des Weges das Schiff. Ja, das Schiff. Nix laufen, faul schippern lassen. WTF? Warum nicht gleich den Flieger? Das geht doch noch schneller! Und für so was gibt es dann die Absolution. Alles Bescheisser.
Machen 8 Kilometer einen Unterschied? Natürlich nicht. Genauso wenig wie es einen Unterschied macht, wenn ich beim Marathon ein paar hundert Meter durchs Gebüsch abkürze. Oder als Amateur ein bisschen Anabolika nehme. Geht ja um nix, und ist trotzdem noch 'ne tolle Leistung. So insgesamt und so. Genau.


Mein Weg jedenfalls geht im Süden weiträumig an Santander vorbei. Ich fühle mich ok, aber nicht prall. Und werde hier aus den Strassen nicht schlau. Ich laufe den ganzen Tag an der Nationalstrasse entla…

Abgestraft

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Etappe 42: Muskitz - Laredo (46,2 km)

8:40 Was ist das denn? Es regnet! Und zwar so richtig. Erst mal Kaffee und packen, eine halbe Stunde später mache ich mich lustlos auf den Weg. Erst mal eigentlich gar nicht so schlimm, für Regen gibt es Regenjacken.

Dann geht's den Berg hoch, mir wird warm. Zu warm. Also Pause, Pulli aus. Jacke wieder an. Weiter. Bald ist die Jacke innen nass. Nicht vom Regen, sondern vom Schweiss. Aber nass ist nass. Das hat so auch keinen Taug.

Wieder Pause. Jacke aus. Schwarzes Shirt. Heute vielleicht keine so gute Idee. Also Shirt aus, rotes Shirt an. Weiter.

Der Regen wird stärker, es schüttet. Ich bin klitschnass. Und mir wird kalt. Schnell. Sehr kalt. Also die Jacke wieder über. Aber das hilft auch nicht mehr viel. Der Regen hat zu viel Körperwärme rausgefressen. Unter einer Autobahnbrücke mache ich wieder Pause, ziehe mir trockene Klamotten an, doch wieder Pulli und Jacke. Schwitzen ist unangenehm, macht aber im Gegensatz zu Kälte nicht kaputt. Zu all…

Wieder an die Küste

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Etappe 41: Euba - Muskitz (50,9 km)

8:45 Frühstück heute besonders grausam, abgepackter Dreck, alte Donats und Croissants aus der Plastiktüte. Der Kaffee dafür wieder gut, wenigstens etwas. Es geht so weiter, wie es gestern aufgehört hat. Kühl, trocken, entlang der Nationalstrasse, ein Auto nach dem anderen.

9:30 In Amorebieta finde ich einen Supermarkt mit Fertigsalat und passablem Orangensaft. Ein kleiner Baumarkt führt zwar das volle Sortiment an Spaxen, aber leider keine Gewindeschrauben, so dass der Buggy unrepariert bleibt.

12:00 Ich erreiche Bilbao. Die Stadt ist extrem hügelig, mit vielen verwinkelten Strassen. Nächster Stop: Waschsalon. Während meine Klamotten sauber werden, futtere ich Salat und Brot. Dann geht es weiter durch die verwinkelte Altstadt. Viel Zeit, die Stadt anzuschauen, bleibt, nicht, der Weg heute noch lang.

15:30 Auf der Ostseite des Hafens geht es in Richtung Küste, schnurgerade, zu meiner Linken habe ich einen guten Blick auf Barakaldo. Kurz vor der Mündung…

Strecke machen

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Etappe 40: Mutriku - Euba (45,7 km)

8:00 Passend zum Hotel ist auch das Frühstück ausgezeichnet, hervorzuheben ist die gut bestückte Lavazza Espressomaschine. Hey, ich bin halt billig, ein guter Kaffee und schon komm ich aus dem loben nicht mehr raus.

8:50 Es geht los, die Sonne kommt gerade heraus. Es ist rattig schattig, ich ziehe mir erstmalig ein Mützchen under meine Jacke an. Es geht erst ein Stück zurück nach Deba, dann in Serpentinen dem Lauf des gleichnamigen Flusses entlang. Es bleibt vormittags einigermassen flach, am Hang kann ich immer wieder die Autobahn sehen. Auf Grund des Flusslaufes lege ich 3 Kilometer für jeden Autobahnkilometer zurück. Laufen heute den ganzen Tag entlang der Nationalstrasse. Die ist gut ausgebaut, der Seitenstrifen fast überall breit genug. Trotzdem macht das laufen recht wenig Spass, die Strasse ist sehr stark befahren, Laster nach Laster. Egal, iPod ins Ohr und Strecke machen, die letzten Tage waren dafür schön.

13:00 Mittagspause in Elgoibar. Di…

Entlang der Küste

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Etappe 39: Orio - Mutriku (33,80 km)


8:00 Frühstück, etwas besser als in Frankreich, aber nicht viel. Wenigstens esse ich soviel Iberico, dass das Hotel an mir nix verdient. Dann packen, am Campingplatz noch schnell Wasser kaufen und los geht es. Erstmal durch die Ortsmitte. Geschäfte haben hier auch am Sonntag morgen auf. Gut.

9:30 Der erste Hügel, knackige 7% Steigung auf 2 Kilometer, danach ist mir auch nicht mehr kalt. Heute ist Sonntag, dass heisst keine Laster, dafür jeder der ein Zweirad hat, ist auf der Strasse. Ich laufe gegen den Verkehr, mehrere Radfahrer sind so unkontrolliert in der Abfahrt, dass sie beim Versuch, mir auszuweichen, fast stürzen. Das hat zwar einen gewissen Unterhaltungswert, dennoch entschliesse ich mich, zukünftig immer an der ansteigenden Seite der Strasse zu laufen.


Es geht durch Zarautz, danach entlang der mit Fussweg ausgebauten Küstenstrasse. Man läuft fast über dem Wasser, grossartig. Mittags Pause in Zumaia, Käsebrot auf einer Parkbank. Dann kommt …

Kurz übern Berg

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Etappe 38: Donastia - Orio (14,4 km)

Mein Pausentag für diese Woche wird keine 100% Pause, es gibt eine Mini-Etappe zu bewältigen.

Aber erst mal Frühstück. Fast eineinhalb Stunden harre ich im Restaurant aus, bediene mich reichlich an Kaffe, Saft, Iberico (Schinken) und Tortilla, der spanischen Form des Bauernfrühstücks. Dabei mache ich den Plan für die nächste Woche. Etappen schneiden, Wegalternativen suchen, Hotels buchen.

12:00 Ich checke aus, der nette Herr an der Rezeption sagt mir, ich habe Glück mit dem Wetter, normalerweise würde es um diese Jahreszeit immer regnen, letztes Jahr hätten sie 60 Tage Regan am Stück gehabt. Hmmm, mal schau'n, was da noch kommt. Dann geht es los, die Etappe heute sehr kurz, aber mit ordentlich Steigung. Eigentlich hätte ich heute Pause machen und die Etappe morgen dran hängen können. Aber ich muss das Frankreich-Debakel ja nicht wiederholen. Wie ist hier der Verkehr? Wie sind die Strassen ausgebaut? Infrastruktur? Geschäfte? Diesmal lasse ich es…

Donasti

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Etappe 37: Hondarribia - San Sebastian (25,2 km)

9:00 Frühstück, anders, aber nicht wirklich besser. Jede Menge Süsses, Käse und Schinken, die definitiv zu lange ohne Kühlung sind. Immerhin, der Kaffee ist besser.




9:50 Es geht los, erst mal ein Stück des Weges von gestern zurück, dann zweige ich ab und habe einen langgezogenen Anstieg zu bewältigen. Dann geht es bergab, Errenteria, was ich für San Sebastian halte, zeigt seine industrielle Seite, Hafen Schmutz, Gestank. Umso mehr verwundert mich, dass die Strasse samt allen Brücken über gut ausgebaute und behindertengerechte Fusswege verfügt. Kurz darauf gesellt sich noch ein Fahrradweg hinzu und mach das Laufen äusserst angenehm.

12:00 Durch dichten Verkehr geht es durch das malerische San Sebastian. Was ich an Gesprächsbrocken aufschnappe, kann ich nicht verstehen. Erst denke ich, dass ich meine Spanischkenntnisse wohl etwas überschätz habe. Später wird mir bewusst, dass die Leute hier gar kein Spanisch reden. Sondern Euskera. Baski…

Au revoir y ola! Und eine Stressfraktur

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Etappe 36: Tarnos - Hondarribia (50,1 km)

7:30 Frühstück mit mehr Auswahl als in jedem Hotel bisher, es ist sensationell, was der Hausherr an Brot-, Croissant-, Brioche- und Kuchenvarianten auffährt. Während ich esse, überschüttet er mich mit neugierigen Fragen. Würde mich nicht wundern, wenn der Funke übergesprungen ist, und er sich bald auch auf den Weg macht. Sein Vater ist den Camino Frances schon gegangen, wie er mir gestern berichtete.

8:30 Ich laufe los, kühl und diesig, recht bald komme ich in den Grossraum Bayonne, es geht in einer komischen Mischung aus Strassenrand, Fuss- und Fahrradweg immer weiter nach Westen. Unterwegs komme ich an einem Fahrradgeschäft vorbei. Dort finde ich zwar keine Bremse, die passt, für fünf Euro entschliesse ich mich aber, eine unpassende zu kaufen, vielleicht kann ich ja was zusammenfrickeln.


11:10 Es ist soweit: Ich bin am Atlantik angekommen. Zwar keine Sonne, aber trotzdem irgendwie überwältigend. Ich frage mich, wie das früher gewesen sein muss…